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Der Anzug mit Halbhanffutter im Sommer präsentiert poetische Briefdesignkonzepte

Veröffentlicht am: Autor: Redaktion

Die Herrenkollektion Frühjahr/Sommer 2025 von Yohji Yamamoto gleicht einem poetischen und philosophischen Brief. Die Designkonzepte dieser Kollektion beschränken sich nicht nur auf die Kleidung selbst, sondern sind zugleich ein tiefgründiger Dialog über Kultur und Philosophie. Sie spiegeln die Reflexionen des Designers über den Lauf der Zeit, die Vergänglichkeit des Lebens und die aktuelle gesellschaftliche Situation wider.
Die Farbwahl der Kollektion dieser Saison symbolisiert einen Wandel von Komplexität zu Einfachheit und wirkt wie ein intuitiver Ausdruck der inneren Welt des Designers.
Die Farben der Palette wandeln sich allmählich von anfänglicher Mischung zu Reinheit. Dies ist nicht nur visuell, sondern spiegelt auch den Wandel der Lebenseinstellung des Designers wider – die Suche nach innerem Frieden inmitten der Unruhe.
Yohji Yamamotos Design wurde von den japanischen Klassikern „Manye Ji“, „Konie – Hundert Menschen“ und „Waka Ji – Antike und Moderne“ inspiriert. Die in diesen Werken enthaltene Ästhetik der „Objektleids“, also die flüchtige und zerbrechliche Emotion der Schönheit, ist raffiniert in das Design integriert.
Mit Zitaten aus sentimentalen japanischen Versen erweist Yohji Yamamoto nicht nur der Tradition seine Reverenz, sondern verleiht jedem Werk auch den Charakter einer bestimmten Gemütsverfassung und regt so zum Nachdenken über den Sinn des Lebens und den Wert der Existenz an. Die
Kollektion dieser Saison wurde von dem Klassiker „Comment te dire adieu“ der verstorbenen französischen Sängerin Françoise Hardy begleitet. Die britische Schauspielerin Charlotte Rampling überraschte mit einem Auftritt als Yohji Yamamotos Muse. Die von ihr präsentierten Kleidungsstücke enthielten buddhistische Phrasen wie „Alles ist bitter“ und „Alles ist vergänglich“, die nicht nur an den mit dem Herz-Sutra umwickelten Rock aus Yohji Yamamotos Frühjahr/Sommer-Kollektion 2002 erinnerten, sondern auch die tiefgründige Auseinandersetzung des Designers mit der gegenwärtigen unruhigen und gefährlichen Weltlage widerspiegeln. Anders als die Damenkollektion der letzten Saison, die von einer dreidimensionalen Stilstruktur dominiert wurde, besitzt diese Herrenkollektion keine festgelegte Form, ist aber dennoch gestalterisch. Die Lagen aus Seide und Viskose, dünn und locker fallend, optimieren die Atmungsaktivität und zeugen von der innovativen Material- und Schnittkunst des Designers. Die Muster auf der Jacke des Gewandes und einige Strickwaren, die wie aus Spinnenseide gewebt wirken, spiegeln Yohji Yamamotos Streben nach funktionaler und zugleich ästhetischer Kleidung wider.

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