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Die Bedeutung und Etikette von Knöpfen an Anzügen: Warum können nicht alle Knöpfe an Anzügen geschlossen werden?

Veröffentlicht am: Autor: Redaktion
  • Welche Anforderungen gelten für die Anzahl der Knöpfe an einem Anzug?

Formelle Anzüge werden im Allgemeinen in einreihige Anzüge mit zwei Knöpfen, dreireihige Anzüge mit drei Knöpfen, zweireihige Anzüge mit einem Knopf und Anzüge mit einem Knopf unterteilt. Ein offener Knopf signalisiert Lässigkeit, ein Knopf in der Mitte steht für Seriosität und zwei Knöpfe oben für formelle Kleidung.

  • Die Raffinesse und Etikette der Anzugknöpfe

Viele formelle Anlässe erfordern das Tragen eines Anzugs. Wer weiß, wie man einen Anzugknopf richtig schließt, beweist damit, wie gut er die Etikette des Anzugtragens beherrscht. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Knöpfen für einen Anzug sowie Erläuterungen zur Bedeutung von Knöpfen und der dazugehörigen Etikette.

1. Je weniger Knöpfe ein Anzug hat, desto größer der Kragen und desto ausgeprägter der modische Anspruch. Trendbewusste Männer können sich hier nach Herzenslust austoben, und der Besuch von Modeveranstaltungen ist dafür die beste Gelegenheit. Der Ein-Knopf-Anzug erlebte in den 1920er- und 1970er-Jahren seine Blütezeit und ist eine Weiterentwicklung des traditionellen italienischen Anzugs durch die Amerikaner. Damals wurde er von Herren zu Feierlichkeiten und Tanzveranstaltungen getragen. Ein Ein-Knopf-Anzug zeichnet sich in der Regel durch viele neue Designelemente aus, und auch die Farben sind einzigartig und vielfältig – schließlich unterstreicht er die Mode, und Farbvielfalt ist wichtig.
Die Etikette für einen Ein-Knopf-Anzug besteht darin, ihn beim Stehen zu schließen und beim Sitzen zu öffnen. Diese bequeme Handhabung beugt außerdem Faltenbildung vor, was besonders für Männer, die Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild legen, von Vorteil ist.

2. Zwei-Knopf-
Anzug: Der Zwei-Knopf-Anzug ist der gängigste und am weitesten verbreitete Stil. Ein mittelhoher Kragen ermöglicht verschiedene Kleidungsstile und bietet sowohl offensive als auch defensive Bewegungsfreiheit. Dank des Designs von Kragen, Schulterpartie und Saum finden sowohl modebewusste Männer als auch Geschäftsleute den passenden Zwei-Knopf-Anzug. Männer, die sich unsicher sind, wie viele Knöpfe sie benötigen, liegen mit zwei Knöpfen immer richtig. Die Etikette für einen Zwei-Knopf-Anzug lautet: Der oberste Knopf sollte geschlossen sein (außer im Sitzen), der untere Knopf hingegen immer offen. Ist der untere Knopf geschlossen, kann der Anzug bei Armbewegungen unschön verrutschen.

3. Drei-Knopf-
Anzug: Ein Drei-Knopf-Anzug ist die formellste Variante und eignet sich für Geschäftsanlässe und formelle Bankette. Um ausreichend Bewegungsfreiheit zu gewährleisten, verfügt er üblicherweise über Schlitze, besonders elegant sind doppelte oder einfache Schlitze, die sich an den Seiten oder im Rücken befinden.
Hinweise zur Anzug-Etikette: Schließen Sie nur den zweiten Knopf, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Business und Freizeit zu signalisieren. Das Schließen der beiden oberen Knöpfe unterstreicht die Formalität: Der dritte Knopf wird niemals geöffnet.
Knopfverschluss: Schließen Sie den Anzug von oben nach unten und öffnen Sie ihn von unten nach oben.

4. Zweireihiger Anzug mit Schnalle:
Über den zweireihigen Anzug muss man nicht viel sagen, denn viele Männer können seinem Stil allein schon beim Anblick kaum widerstehen. Er hat einen starken Retro-Charme und ist von Matrosenuniformen inspiriert. Die verbliebenen militärischen Elemente sind für den modernen Mann schwer zu ignorieren, insbesondere in Marineblau. Natürlich kann er auch leger wirken.
Etikette für zweireihige Anzüge: Schließen Sie die Knöpfe in der mittleren Reihe. Da die Vorderseite des Anzugs breiter und schwerer ist, ist es nicht ratsam, den Kragen zu öffnen. Auch wenn der Knopf klein erscheint und man es vielleicht nicht für einen großen Fehler hält, kann genau diese Kleinigkeit in der Öffentlichkeit peinlich sein.

  • 3. Warum lassen sich nicht alle Knöpfe eines Anzugs schließen?

Jemand kommentierte diese Etikette mit der Aussage, dass jeder Gentleman in der gehobenen Gesellschaft darauf achtet, ob der letzte Knopf Ihres Hemdes angemessen ist, um festzustellen, ob Ihre Herkunft wirklich vornehm ist. Doch in Wirklichkeit sind Regeln situationsabhängig und nicht starr. Man muss lediglich den jeweiligen Bedürfnissen im jeweiligen Moment gerecht werden.

1. Um diese Etikette-Geschichte ranken sich viele Legenden. Manche besagen, sie gehe auf König Edward VII. von England Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Da er etwas übergewichtig war und sich der letzte Knopf seiner formellen Kleidung nicht schließen ließ, insbesondere wenn er nach dem Essen herzhaft lachte, beschloss er, ihn offen zu lassen – eine bequeme und zugleich elegante Geste. Viele einfache Leute beobachteten den König und ahmten ihn nach. Diese Etikette-Regel hat sich bis heute erhalten.

2. Manche behaupten, dies liege daran, dass die Anzugsetikette im 16. Jahrhundert entstand, als Männer noch Pferde als Transportmittel nutzten. Das Tragen formeller Kleidung mit allen Knöpfen wäre sehr einengend und unpraktisch gewesen, zumindest hätte der Saum leicht aufgehen können. Daher war es besser, den unteren Knopf offen zu lassen. Mit der Zeit entdeckten die Menschen, dass dies auch sehr elegant wirkte, und so wurde es bis heute als Gewohnheit und Tradition beibehalten.

3. Es kursieren auch Gerüchte, dass dies auf den Herzog von Windsor, Edward VIII., zurückzuführen sei, der ein Faible für Ästhetik hatte. Obwohl er über 300 Tage lang politisch abwesend war, besaß er ein ausgeprägtes Gespür für Mode. Die Regeln von „Immer“, „Manchmal“ und „Nie“ sollen von ihm stammen: Das Oberteil eines Dreiknopfanzugs muss gelegentlich zugeknöpft werden, das Mittelteil ebenfalls, und das Unterteil darf niemals geschlossen werden. Dieser geschmackvolle Mann war der Ansicht, dass ein Anzug einem Gentleman ein attraktives und unkonventionelles Aussehen verleiht, anstatt ihn steif und unnahbar wirken zu lassen.

4. Abschließend sei noch erwähnt, dass das Tragen aller Knöpfe eines Anzugs die Teilnahme an einer Beerdigung oder einem feierlichen Anlass wie der Messe symbolisiert. Der Grund dafür ist historisch unbekannt und wurde in Europa ausführlich diskutiert. Kurz gesagt, wir wissen, dass dies eine grundlegende Etikette ist und man es vermeiden sollte, anecken zu wollen.

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